Fachverlag Dr. Thomczyk

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ADR-Schein, Schulung für Gefahrgutfahrer, die Prüfung

Der ADR-Schein ist der Nachweis darüber, dass der Berufskraftfahrer die notwendigen Kenntnisse besitzt, um Gefahrgut zu befördern. Insofern ist die ADR-Prüfung für Berufskraftfahrer, die gefährliche Güter befördern, unumgänglich.

 

Die Vorbereitung auf die Prüfungen  erfolgt durch eine entsprechende Schulung, die sich entweder als Grundkurs auf die Gefahrgutklassen zwei bis sechs oder als Aufbaukurs auf das Führen von Tankfahrzeugen oder die Gefahrgutklasse eins oder sieben bezieht. Die Prüfung wird von der IHK abgenommen. Besteht der Fahrer die Prüfung, erfolgreich, ist der ADR-Schein für fünf Jahre gültig. Danach muss der ADR-Schein durch einen Fortbildungskurs sowie eine erneute Prüfung verlängert werden.

 

 1.) Der Basiskurs bezieht sich auf den Transport von gefährlichen Gütern als Stück- und Schüttgut ab kennzeichnungspflichtiger Menge. Dabei werden im theoretischen Teil die Inhalte allgemeine Vorschriften, allgemeine Gefahreneigenschaften des zu befördernden Gutes, Kennzeichnung von Fahrzeugen und Verpackungen sowie Begleitpapiere, Ausrüstung der Fahrzeuge, Durchführung der Beförderung und Sicherung der Ladung, Pflichten, Verantwortlichkeiten, Sanktionen und Bußgelder sowie Maßnahmen im Fall von Zwischen- oder Unfällen vermittelt. Im Grundkurs weiterhin enthalten sind  praktische Übungen in Form von Feuerlöschübungen und Abfahrkontrollen inklusive Ladungssicherung.

 

 2.) In weiteren Aufbaukursen werden Kenntnisse vermittelt, die den Prüfling dann dazu berechtigen, gefährliche Güter der Klassen 1 (explosive Stoffe) und 7 (radioaktive Stoffe) oder Gefahrgut in festverbundenen oder aufgesetzten Tanks zu befördern, die ein Fassungsvermögen von mehr als 1000 Liter haben.

 

 Daneben wird eine Fortbildung notwendig, um den ADR-Schein zu verlängern. Eine solche Fortbildung muss im Laufe des letzten Jahres absolviert werden, in dem der vorhandene Schein gültig ist.

 

 Bei erfolgreichem Bestehen der Prüfung werden alle die Klassen erneut bestätigt, die im vorhandenen Schein eingetragen sind, wobei die Gültigkeit der Verlängerung mit dem Ablaufdatum der Bescheinigung beginnt.

 

3.) Die Prüfung für den Basiskurs wird von der jeweils zuständigen IHK abgenommen und besteht aus einem Fragebogen mit 30 Fragen, welcher innerhalb von 45 Minuten beatwortet werden muss. Bestanden ist die Prüfung bei mindestens 25 richtigen Antworten.

 

Die Prüfungen für Aufbaukurse der Klasse 1 und 7 sowie die Fortbildung   beinhalten 15 Fragen, von denen 11 Fragen innerhalb von 30 Minuten richtig beantwortet werden müssen.

 

Die Prüfung für den Aufbaukurs Tank besteht aus 24 Fragen und ist bestanden, wenn 20 Fragen innerhalb von 45 Minuten korrekt beantwortet wurden.

 

4.) Alle Fragen werden als Auswahlfragen gestellt. Eine der der jeweils vier vorgegebenen Antwortmöglichkeiten ist richtig. Wichtig ist allerdings, die Fragen und die Antwortmöglichkeiten sehr genau zu lesen und dabei vor allem auf kleine Details zu achten.

 

 Einmal angekreuzte Fragen sollten nicht korrigiert wertden, erfahrungsgemäß ist die spontan gegebene Antwort meist die richtige. Langes Nachdenken kann zu Korrekturen in die falsche Richtung führen.

 

 Ein wichtiger Aspekt der Prüfungsfragen liegt meist auf Kennzeichnungen und Piktogrammen sowie der Einteilung der Gefahrenklassen, so dass diese im Zuge der Vorbereitung intensiv geübt werden sollten.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 13. Februar 2010 um 19:49 Uhr  
Dr. Thomczyk
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